Frauenhausfinanzierung

Finanzierung von Frauenhäusern braucht sichere Grundlagen

ASF UB Gießen lädt ein zu einer Podiumsdiskussion am 18. November 2019, 19.00 Uhr, Vortragsraum Kongresshalle

Für viel zu viele Frauen ist die häusliche Umgebung alles andere als ein sicherer Ort. Der Anspruch auf Schutz vor Gewalt darf aber an der Haustür nicht enden. Ca. 100 000 Frauen waren 2017 von häuslicher Gewalt betroffen, so die Polizeistatistik. Die Dunkelziffer ist vermutlich um ein vielfaches höher.

Der Schutz von Frauen vor Gewalt muss also dringend weiter ausgebaut werden. Die Versorgung mit Frauenhäusern ist zudem nicht in allen Regionen der Bundesrepublik gleichermaßen gesichert. Hinzu kommt, dass die Verweildauer im Frauenhaus oft zu lang ist, weil Frauen keine bezahlbaren Wohnungen finden. Ein weiteres Problem ist die Finanzierung der Aufenthalte, da dies  nicht für alle Frauen geklärt ist und mit viel bürokratischem Aufwand und finanziellem Risiko für die Frauenhäuser verbunden ist. Ziel muss es sein, dass sich Bund, Länder und Kommunen gemeinsam an der Absicherung und Weiterentwicklung der Unterstützungsangebote beteiligen.

Dazu nehmen Stellung:

  • Lisa Gnadl, Mitglied des Hessischen Landtags
  • Anita Schneider, Landrätin, Landkreis Gießen
  • Friederike Stibane, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gießen
  • Yvonne Fritz (SKF-Frauenhaus Gießen)
  • Kerstin Pfeiffer (Autonomes Frauenhaus Gießen)

Moderation: Nina Heidt-Sommer Vorsitzende ASF Unterbezirk Gießen